Commerzbank noch nicht am Ziel

von Redaktion

Frankfurt – Nach einem kräftigen Gewinnsprung dämpft die Commerzbank die Erwartungen. „Die Richtung stimmt. Aber das Umfeld mit Negativzinsen und Preisdruck setzt der Profitabilität von Banken enge Grenzen“, sagte Konzernchef Martin Zielke bei der Bilanzvorlage. „Somit sind im deutschen Bankenmarkt international wettbewerbsfähige Renditen derzeit nicht zu erzielen.“ Das Ziel, bis 2020 auf das materielle Eigenkapital eine Rendite von 6 Prozent zu erreichen, kassierte der Vorstand.

Zu den Spekulationen über eine Fusion mit der Deutschen Bank hielt sich Zielke bedeckt. Finanzstaatssekretär Jörg Kukies, Ex-Deutschlandchef von Goldman Sachs, und Bundesfinanzminister Olaf Scholz werben für stärkere deutsche Banken. Der Bund ist mit 15 Prozent größter Einzelaktionär der Commerzbank.

Geschäftlich lief es nach zwei mageren Jahren 2018 wieder deutlich besser für die Commerzbank. Unter dem Strich standen zum Jahresende 865 Millionen Euro Gewinn. Das waren fast sieben Mal so viel wie ein Jahr zuvor, als sich das Institut nur durch den Verkauf seiner Konzernzentrale in den schwarzen Zahlen gehalten hatte. Und es ist zweieinhalb Mal so viel wie bei der Deutschen Bank, die erstmals seit 2014 wieder schwarze Zahlen schrieb.

Die Zahl der Vollzeitkräfte sank in den vergangenen Jahren von 43 300 auf 41 500 Ende 2018. Bis 2020 sollen es nach neuer Planung etwa 38 000 sein. Ursprünglich angestrebt war ein Schrumpfen auf 36 000 Vollzeitkräfte.

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