BÖRSE

Gewinnserie unterbrochen

von Redaktion

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé hat im Jahr 2018 von einer wieder steigenden Nachfrage auf seinen beiden größten Märkten in den USA und China profitiert. Auch das Geschäft mit Säuglingsnahrung und Süßwaren konnte zulegen. Der Umsatz im abgelaufenen Jahr stieg konzernweit um 2,1 Prozent auf 91,4 Milliarden Schweizer Franken (80,3 Milliarden Euro), wie Nestlé mitteilte. Unterm Strich stieg der Gewinn um 41,6 Prozent auf 10,1 Milliarden Franken. Hier kamen Nestlé mehrere Einmaleffekte zugute.

Angesichts der unklaren Lage beim Brexit planen immer mehr deutsche Unternehmen eine Verlagerung von Geschäften aus Großbritannien in andere Länder. Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) erwägt aktuell jedes achte Unternehmen mit Geschäft im Vereinigten Königreich, seine Investitionen auf andere Märkte zu verlagern – größtenteils nach Deutschland und in andere EU-Länder. Anfang 2018 hatte nur jeder zwölfte Betrieb von entsprechenden Vorhaben berichtet. Befragt wurden rund 1500 deutsche Unternehmen mit Geschäftsverbindungen zu Großbritannien.

Europas größter Billigflieger Ryanair hat ein Auge auf die Ferienflieger des Reisekonzerns Thomas Cook geworfen. Ryanair sei an Teilen der Thomas Cook Airlines interessiert, sagte Marketingchef Kenny Jacobs. Thomas Cook hatte seine Fluggesellschaften, zu denen auch die deutsche Fluglinie Condor zählt, vergangene Woche offiziell zum Verkauf gestellt.

Schwache Konjunkturdaten aus den USA haben den Dax am Donnerstag etwas belastet. Der deutsche Leitindex schloss nach einem freundlichen Start 0,69 Prozent tiefer bei 11 089,79 Punkten und beendete so eine dreitägige Gewinnserie. Im Dezember waren die Umsätze im US-amerikanischen Einzelhandel überraschend gesunken.

Im Dax zeigten die wegen möglicher Bilanzierungsverstöße seit Tagen im Fokus stehenden Wirecard-Aktien erneut hohe Kursausschläge. Sie stiegen an der Index-Spitze um 5,54 Prozent.

Ein vorsichtiger Ausblick der Deutschen Börse verstimmte deren Aktionäre. Es ging für die Papiere um mehr als 3 Prozent bergab. Bayer verloren nach einem skeptischen Medienbericht zu Glyphosat rund 4 Prozent.

Airbus hat dagegen einen deutlichen Sprung um 3 Prozent nach oben hingelegt.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,01 Prozent am Vortag auf genau 0 Prozent.

Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1268 (1,1305) US-Dollar fest.  dpa

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