Deutschland hat einer Studie zufolge besonders stark von der Einführung des Euro profitiert. Dagegen habe es in Italien und Frankreich große „Wohlstandseinbußen“ gegeben, wie es in einer Untersuchung des Centrums für Europäische Politik heißt. Die Studien-Autoren haben aufgrund einer bestimmten Methodik geprüft, wie hoch das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt einzelner Länder gewesen wäre, wenn diese nicht den Euro eingeführt hätten. Untersucht wurden allerdings nur 8 von 19 Euro-Staaten. Die Autoren meinen, dass es in Deutschland seit 1999 zu einer „Wohlstandswirkung“ durch die Euro-Einführung in Höhe von insgesamt fast 1,9 Billionen Euro gekommen sei. Begründet wird dies vor allem damit, dass Deutschland im Zuge der Euro-Krise ab 2011 von vielen Investoren als „sicherer Hafen“ betrachtet worden sei. Zum anderen hätte Deutschland ohne Euro seine Währung aufwerten müssen, was die Exporte massiv belastet hätte.
Der Nutzfahrzeughersteller MAN hat wegen Batteriezellenmangels noch keine Elektrobusse am Start. „Es gab da einfach sehr plötzlich einen hohen Bedarf“, sagte Unternehmens-Chef Joachim Drees der „Welt“. Die Batteriezellhersteller würden ihre Kapazitäten aber gerade erst hochfahren. MAN plant den Verkaufsstart seiner Elektrobusse für 2020. Dann sollen genügend Batteriezellen zur Verfügung stehen.
Bei Smogalarm ist der Nahverkehr in Prag künftig kostenlos. Das gelte auch für Ausländer und Touristen, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Montag. Die erwarteten Einnahmeverluste der Verkehrsbetriebe von je Tag umgerechnet knapp 200 000 Euro sollen aus der Gemeindekasse erstattet werden. Smogalarm herrscht in Prag im Schnitt an fünf bis sieben Tagen im Jahr. Als Hauptverursacher gilt der Autoverkehr.
US-Starinvestor Warren Buffett hat einen seiner seltenen Fehlgriffe offen eingeräumt. „Wir haben für Kraft zu viel bezahlt“, sagte der 88-jährige Börsenguru. „Ich lag in mehrfacher Hinsicht falsch.“ Kraft sei aber nach wie vor ein „wunderbares Unternehmen“ und es gebe derzeit keine Pläne, sich von der Beteiligung zu trennen. Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hatte 2013 mit dem Finanzinvestor 3G zusammen zunächst den Ketchup-Hersteller Heinz übernommen und 2015 dann dessen Fusion mit dem Lebensmittelriesen Kraft eingefädelt. Doch nach massiven Abschreibungen wurde der Deal zuletzt zur Belastung.