Autobranche: Exporte brechen ein

von Redaktion

Flensburg – Die Zahlen sehen auf den ersten Blick nicht so schlecht aus: 268 867 Pkw wurden im Februar 2019 neu zugelassen. Das ist ein Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Allerdings hat das Plus bisher nur dazu ausgereicht, die empfindliche Delle vom Januar auszugleichen. 543 500 neu zugelassene Autos in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres sind ein magerer Zuwachs von einem Prozent. Und den können ausschließlich ausländische Marken für sich verbuchen. Der Heimatabsatz der deutschen Konzerne stagnierte. Und deren Exporte gingen deutlich zurück: 639 200 nach Angaben der Branchenorganisation VDA ins Ausland gelieferte Autos sind ein Minus von 10 Prozent. Im gleichen Ausmaß brach gegenüber dem Vorjahreszeitraum die Automobilproduktion ein – auf 814 000 Fahrzeuge.

In Deutschland wurden im Februar zu 59,7 Prozent Autos mit Benzinmotor zugelassen. Das sind 2,5 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Der Diesel-Anteil legte um drei Prozent auf 32,6 Prozent zu. Wesentlich deutlicher – allerdings auf niedrigem Niveau – stieg die Nachfrage nach alternativen Antrieben. 4637 Elektroautos wurden zugelassen (plus 82,1 Prozent) und 15 147 Hybride (plus 82,7 Prozent). Nach wie vor sind die meisten neu zugelassenen Fahrzeuge der Kompaktklasse zuzuordnen. Ihr Anteil betrug 21,1 Prozent. Doch die SUVs liegen den Kompakten dicht auf den Fersen. Sie kamen auf einen Anteil von 20,5 Prozent. Unter den deutschen Marken hält mit 18,6 Prozent VW unangefochten die Spitzenposition, unter den Importmarken kam die VW-Tochter Skoda mit 6,2 Prozent auf Platz eins.  mp

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