Flughafen Berlin: Hält der siebte Termin?

von Redaktion

Notstromkabel und Brandmelder: Seit Jahren wird am neuen Hauptstadtflughafen an den gleichen Problemen gearbeitet. Können die Termine diesmal eingehalten werden?

Schönefeld – Gut eineinhalb Jahre vor der geplanten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER gerät der Zeitplan ein weiteres Mal unter Druck. Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup bleibt aber beim geplanten Start im Oktober 2020. „Dafür haben wir keinen Plan B und brauchen auch keinen Plan B“, sagte der Flughafenchef am Freitagabend nach einer Aufsichtsratssitzung. Doch auch sieben Jahre nach dem ursprünglichen Eröffnungstermin arbeiten Baufirmen Mängel im noch immer ungenutzten Terminal in Schönefeld ab. Und wieder geht es nicht so schnell wie gedacht.

Im Zentrum stehen Brandmeldeanlage und falsch belegte Kabeltrassen. „Hier müssen sich die verantwortlichen Firmen noch kräftig anstrengen, um die versprochenen Termine zu halten“, sagte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider.

Zuständig für die Brandmelder ist Bosch. Die Anlage sollte Anfang Februar fertig sein, jetzt in drei Wochen. Strafzahlungen wurden dafür Lütke Daldrup zufolge bislang nicht fällig. Ebenfalls im März soll die Firma ROM die Hälfte der „weniger als 3000“ Kabelmängel beseitigt haben. Lütke Daldrup versicherte, es gebe noch Zeitpuffer. Werden aber die Brandmelder nicht fertig, kann auch die abschließende Verbundprüfung aller technischen Anlagen im Sommer nicht beginnen – sie war einmal für Mai und Juni vorgesehen.

Der TÜV Rheinland ist da schon länger skeptisch. Die Differenzen ließen sich den Angaben zufolge auch in der Sitzung am Freitag nicht vollständig ausräumen.

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