Gesundheitssorgen wegen neuem Supernetz

von Redaktion

München – Angesichts des kommenden neuen Mobilfunkstandards 5G, der eine sehr viel höhere Anzahl von Sendeanlagen mit geringer Leistung vor allem in städtischen Gebieten erfordert, hält das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weitere Forschungen über die gesundheitlichen Folgen elektromagnetischer Strahlung für nötig. Deutlich höhere Datenübertragungsmengen, zusätzliche Sendeanlagen und höhere Frequenzen veränderten die Strahlungsintensitäten, sagte BfS-Präsidentin Inge Paulini. „Diese müssen untersucht werden.“ Die 5G-Frequenzen lägen bei 2,0, 3,6 und 3,7 Gigahertz – und damit weitgehend in den Frequenzbereichen, die man schon bisher vom Mobilfunk kenne und die gut erforscht seien, sagte BfS-Sprecherin Nicole Meßmer. Perspektivisch aber sollten auch Frequenzen im Bereich um 26 Gigahertz genutzt werden „und die sind zum jetzigen Zeitpunkt wenig erforscht“, sagte sie. Das BfS gibt Ratschläge, wie Verbraucher sich angesichts steigender Datenübertragungsmengen vor Handystrahlung schützen können.

. Wer die Wahl hat, sollte statt eines Smartphones besser sein Festnetztelefon nutzen, rät die Behörde.

. Das Handy möglichst selten direkt am Kopf halten, lieber Headset oder Lautsprecherfunktion nutzen.

. Nachts sollte man den Flugmodus einschalten, wenn man das Smartphone als Wecker nutzt.

. Zudem ist es besser, wenn Verbraucher ihre E-Mails nicht abrufen, während sie telefonieren.

. Verbraucher, die viel mit ihrem Smartphone oder Tablet im Internet surfen, sollten dies am besten bei gutem Empfang oder im WLAN tun, rät das BfS. Im drahtlosen Netz sei die Sendeleistung in der Regel niedriger als bei gängigen Mobilfunkstandards wie LTE.

. Zudem sollten Verbraucher Telefonate am Handy möglichst kurz halten, Textnachrichten schreiben und nicht bei schlechtem Empfang telefonieren. Denn je schwächer die Verbindung zur nächsten Basisstation, desto intensiver arbeitet das elektromagnetische Feld in der Nähe des Telefonierenden. „Die Autokarosserie zum Beispiel verschlechtert die Verbindung und das Handy sendet deshalb mit einer höheren Leistung“, sagt ein BfS-Sprecher.  afp, dpa

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