Rendite für deutsche Staatsanleihen negativ

von Redaktion

Frankfurt – Die Rendite der wichtigsten deutschen Staatspapiere ist erstmals seit 2016 wieder in den negativen Bereich gerutscht. Bei der gängigsten Laufzeit von zehn Jahren fiel die Rendite der Bundesanleihen am Freitag im freien Handel kurzzeitig auf minus 0,001 Prozent. Im Anschluss lag sie aber schnell wieder knapp über null. Derzeit sorgt die Geldpolitik der US-Notenbank Fed weltweit für Druck auf die Renditen. Die Fed hatte zuletzt signalisiert, dass die Leitzinsen in diesem Jahr nicht weiter erhöht werden. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hatte bei ihrer angepeilten Abkehr von der Krisenpolitik wieder auf die Bremse getreten. Am Freitag kamen enttäuschende Konjunkturdaten aus dem Euroraum hinzu. In Deutschland und Frankreich, den beiden größten Volkswirtschaften der Eurozone, signalisiert die Unternehmensstimmung laut dem Institut Markit eine Schrumpfung der Industrieproduktion. Daher suchen Anleger verstärkt als sicher geltende Staatspapiere auf, was auf die Renditen drückt. Die Rendite ist die Verzinsung, die der aktuelle Käufer des jeweiligen Papiers erhält.  dpa

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