BÖRSE

Bayer-Aktie rutscht weiter ab

von Redaktion

Die andauernden Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) haben zu Wochenbeginn zu weiteren Verspätungen und Flugausfällen geführt. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wurden bis Mittag 68 von rund 1400 geplanten Flugbewegungen gestrichen, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport am Montag mitteilte. Beim Hauptkunden Lufthansa mussten 46 Flüge mit rund 4500 betroffenen Passagieren abgesagt werden. Man rechne auch für die kommenden Tage mit einem eingeschränkten Betrieb, sagte der Fraport-Sprecher. Am Vormittag hatte die Flugsicherung angekündigt, die problematische Software erst in der Nacht zum Donnerstag austauschen zu wollen. Bis auf Weiteres gelte in dem vom DFS-Sitz in Langen kontrollierten Luftraum eine Kapazitätsbegrenzung auf 75 Prozent.

Der finanziell unter Druck stehende Waffenhersteller Heckler & Koch fordert von seinen Mitarbeitern unbezahlte Extraarbeit. Ein Firmensprecher bestätigte am Montag entsprechende Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite, ohne Zahlen zu nennen. Zuvor hatte die „Welt“ berichtet, wöchentlich sollten 2,5 bis 3 Stunden zusätzlich gearbeitet werden. Der Firmensprecher sagte: „Derzeit arbeiten wir an einem umfangreichen Innovations- und Wachstumspakt unter Einbindung aller Stakeholder von Heckler & Koch.“ Einen Zwischenstand zu den Verhandlungen wollte er nicht nennen. In Oberndorf arbeiten 800 Menschen für das Traditionsunternehmen.

Der Deutsche Aktienindex Dax hat – trotz des unerwarteten Anstiegs des ifo-Geschäftsklimas – erneut leichter geschlossen. Er verlor 0,15 Prozent auf 11 346,65 Punkte. Schwächster Wert im Dax war Bayer. Schuld daran war diesmal aber nicht die US-Tochter Monsanto, sondern Ärger mit einem Medikament. Mit einem 775 Millionen Dollar schweren Vergleich will der Dax-Konzern einen Schlussstrich unter rund 25 000 Klagen in den USA wegen möglicher Gesundheitsschäden durch seinen Blutgerinnungshemmer Xarelto ziehen. Bayer und das Partnerunternehmen Janssen Pharmaceuticals hätten sich mit den Klägern grundsätzlich auf die Summe von umgerechnet 686 Millionen Euro geeinigt, teilte der Konzern mit. Der Vergleich werde nahezu alle in den USA anhängigen Klagen erfassen, betonte Bayer. Xarelto ist einer der wichtigsten Wachstumsträger in der Pharma–sparte von Bayer. Die Aktie verlor 2,88 Prozent auf 57,59 Euro. Das war der tiefste Stand seit dem Jahr 2012.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,07 auf minus 0,08 Prozent.

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