Beim Billigflieger Ryanair ist der erste Tarifvertrag für deutsche Beschäftigte unter Dach und Fach. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi berichtete am Mittwoch vom Tarifabschluss mit der irischen Gesellschaft für die rund 1100 Flugbegleiter an den deutschen Basen der Fluggesellschaft. Vereinbart wurden unter anderem ein 600 Euro höheres Monatsgrundgehalt, weitere monatliche Entgeltsteigerungen um bis zu 250 Euro und Sozialplanregeln. Im Falle von Stationsschließungen oder der Verlegung einzelner Flugzeuge seien erstmals in Europa Abfindungsregeln vereinbart worden.
Der Deutsche Aktienindex ist am Mittwoch an der Marke von 11 500 Punkten gescheitert. Dax legte zwar zunächst zu und schaute am frühen Nachmittag sogar kurz über die runde Marke. Als dann aber die Wall Street den Rückwärtsgang einlegte, folgte der Dax diesen schwachen Vorgaben, gab die Gewinne wieder ab und schloss am Ende quasi unverändert bei 11 419,04 Punkten. An die Erholung des Vortages konnte der Dax damit nicht anknüpfen. Für den Index der mittelgroßen Werte MDax ging es derweil um 0,47 Prozent auf 24 713,48 Punkte abwärts. Erneut könnte der Brexit für Vorsicht unter den Investoren gesorgt haben. Denn am Abend wollte das britische Parlament auf eigene Faust einen Ersatz für das umstrittene Austrittsabkommen suchen.
Im Dax sorgte gestern vor allem die Gewinnwarnung von Infineon für Aufregung. Zunächst verlor die Aktie des Chipherstellers und Autozulieferers gut 8 Prozent, später reduzierten sich die Verluste auf 5,20 Prozent. mm, dpa