Berlin – Die deutsche Wirtschaft gerät zunehmend in einen Konjunkturabschwung – aber Arbeitsmarkt und Einkommen der Beschäftigten bleiben stabil, die Inflation moderat. Das sind Kernergebnisse der Frühjahrsprognose der führenden Wirtschaftsforscher in Deutschland. Die Institute senkten ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich. Sie erwarten nur noch eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent. Im Herbst hatten sie mit 1,9 Prozent gerechnet. Auch die „Wirtschaftsweisen“ und die Bundesregierung hatten ihre Prognosen bereits nach unten korrigiert.
Der langjährige Aufschwung der deutschen Wirtschaft sei zu Ende, sagte Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Die Gefahr einer „ausgeprägten Rezession“ sei aber gering. Der Hauptgrund für die schwächere Konjunktur im laufenden Jahr ist die Abkühlung der Weltwirtschaft. dpa