Die britische Kaufhauskette Debenhams ist pleite. Die Gläubiger übernähmen das Unternehmen mit sofortiger Wirkung, teilte Debenhams mit. Sie wollten 200 Millionen Pfund (232 Millionen Euro) investieren und Debenhams so einen Neustart ermöglichen. Debenhams gibt es bereits seit 1778. Das Unternehmen hat 165 Filialen und beschäftigt rund 25 000 Menschen. Die Übernahme durch die Gläubiger bedeutet, dass die Anteilseigner so gut wie kein Mitspracherecht bei der anstehenden Umstrukturierung haben.
Die nach dem Skandal um die Hypo Real Estate (HRE) gegründete staatliche Bad Bank FMS Wertmanagement wirft weniger Gewinn ab. Der Überschuss betrug 2018 mit 115 Millionen Euro nur noch ein Drittel des Rekordergebnisses aus dem Vorjahr, als die FMS 359 Millionen erwirtschaftet hatte. In diesem Jahr erwarten die Abwicklungsbanker lediglich ein „mindestens ausgeglichenes“ Ergebnis, wie der scheidende FMS-Chef Stephan Winkelmeier in München berichtete. „Wir werden am Ende Verluste machen“, sagte er – der genaue Zeitpunkt ist offen. Die Bundesregierung hatte die FMS 2010 gegründet, um das Portfolio der Münchner Skandalbank HRE abzuwickeln. Die FMS übernahm dabei Papiere mit einem nominellen Wert von 175 Milliarden Euro. Von den 175 Milliarden sind noch 69 Milliarden übrig. Doch der Großteil dieser Papiere hat entweder sehr lange Laufzeiten über das Jahr 2030 hinaus oder ist schwer verkäuflich.