Hilfe im Haus: Kaum einer will den Roboter

von Redaktion

München – Roboter übernehmen immer mehr Aufgaben in der Industrie. Da liegt die Idee nahe, auch im Privatbereich nach smarten Helfern zu suchen. Von den inzwischen autonomen Putzgeräten bis hin zu Pflegerobotern reicht das Ideenspektrum. Der Haken an der Sache: Wer im Privathaushalt Hilfe sucht, setzt weiterhin auf Menschen. Das ergab eine Forsa-Umfrage, die die Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See in Auftrag gegeben hat. Zu der Versicherung gehört auch die Minijob-Zentrale

Nur 12 Prozent der Menschen glauben, dass smarte Helfer genauso gut putzen wie Menschen. Und nur 19 Prozent würden auf smarte Haushaltsgeräte zurückgreifen. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Befragten auch in Zeiten der Digitalisierung in den eigenen vier Wänden auf menschliche Unterstützung setzen“, sagt Heinz-Günter Held, Geschäftsführer Rentenversicherung. Das ist natürlich Wasser auf den Mühlen einer Organisation, die die meisten der Helfer im Haushalt als geringfügig Beschäftigte zu ihrer Klientel zählt. Der Bedarf an menschlichen Helfern ist der Umfrage zufolge riesig. Denn Selbermachen ist für die meisten keine Alternative. Etwa das Putzen macht nur sechs Prozent der Befragten Freude. Vor allem aber fehlt vielen zum Selbermachen die Zeit. Schon heute beschäftigt jeder achte daheim eine Haushaltshilfe.  mp

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