Galileo enttarnt Hacker

von Redaktion

München – Europas Satellitennavigationssystem Galileo soll den Verkehr der Zukunft sicherer machen. Im Unterschied zu GPS und anderen Systemen ist für Galileo ein Authentifizierungsdienst vorgesehen, um die Übermittlung manipulierter oder gefälschter Positionsdaten zu vermeiden. „Satellitensignale sind nicht verschlüsselt, daher ist es möglich, gefälschte Signale an einen Empfänger zu versenden“, sagte Galileo-Chef Carlo des Dorides. „Mit authentifizierten Signalen lässt sich diese Gefahr reduzieren.“.

„Wenn die von autonomen Fahrzeugen empfangenen Positionsdaten nicht korrekt wären, würde das das Konzept automatisierter Autos drastisch unterhöhlen“, sagte der Direktor der in Prag ansässigen Satellitennavigationsbehörde GSA. Authentifizierung bedeutet, dass die Satelliten neben den Positionssignalen Datensignaturen versenden, die die Empfängergeräte mithilfe eines Schlüssels als echt identifizieren können. Der Dienst soll 2020 im Regelbetrieb angeboten werden. „Wir hören von den Autoherstellern, dass sie an der Authentifizierung interessiert sind“, sagte er.

Der Aufbau von Galileo ist zwar noch nicht abgeschlossen, doch das System ist seit 2017 in Betrieb. Einer der bedeutendsten Standorte auf dem Boden ist Oberpfaffenhofen, wo eines der beiden Galileo-Kontrollzentren seinen Sitz hat.

„Wir bauen eine weltraumbasierte Autobahn, die der europäischen Wirtschaft nutzen wird“, sagte der Galileo-Chef. „Derzeit haben wir 22 Satelliten in Betrieb. Wir sind fast da.“ Der Markt für Satellitennavigation wachse schnell. Der Verkehr ist eines der Hauptanwendungsgebiete.  dpa

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