Die gelben Langenscheidt-Wörterbücher und die grünen von Pons kommen künftig aus einem Verlag. Das Bundeskartellamt genehmigte den Kauf von Langenscheidt durch Pons, das zur Verlagsgruppe Klett gehört. Kartellamtschef Andreas Mundt verwies am Freitag auf die Bagatellmarktklausel: Beide Verlage hätten bei gedruckten Wörterbüchern und bei gedruckten Sprachkurs-Produkten zwar über 40 Prozent Marktanteile. Die Märkte dafür seien aber Bagatellmärkte mit nur geringen Umsätzen. Die Bagatellmarktklausel besagt, dass ein Zusammenschluss nicht verboten werden darf, wenn im betroffenen Markt im Inland im letzten Kalenderjahr weniger als 15 Millionen Euro umgesetzt wurden.
Der Energiekonzern RWE will nicht mehr in neue Kohlekraftwerke investieren. „Neue Kohlekraftwerke haben in unserer Zukunftsstrategie keinen Platz mehr“, erklärte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz am Freitag in Essen. Der künftige Fokus liege auf der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Der Energiekonzern teilte gleichzeitig mit, er habe auch die Planungen für das angedachte neue Braunkohlekraftwerk „BoAplus“ im rheinischen Niederaußem mittlerweile eingestellt. Seine Realisierung habe ohnehin unter dem Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit gestanden, die in den vergangenen Jahren nicht gegeben gewesen sei.
Der zweitgrößte US-Autobauer Ford hat eine strafrechtliche Untersuchung des Justizministeriums wegen möglicher Gesetzesverstöße bei Abgastests eingeräumt. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht vom Freitag sicherte das Unternehmen seine Kooperation bei den Ermittlungen der Regierungsbehörden zu. Das Verfahren sei noch in einem frühen Stadium und der Ausgang nicht vorherzusagen. Es gehe unter anderem darum, ob der Fahrwiderstand auf Straßen in den Tests zu niedrig angesetzt wurde und somit die Angaben zum Kraftstoffverbrauch verfälscht seien.
Dank des florierenden Internethandels und boomender Cloud-Dienste ist Amazon mit einem Rekordgewinn ins Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal wuchs der Überschuss im Jahresvergleich um starke 125 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro), wie Amazon am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Da der Zuwachs allerdings abflacht, will Amazon seine Kundenbelieferung weiter verbessern: Man arbeite daran, Lieferungen binnen 24 Stunden zum Standard für Prime-Kunden zu machen. Bislang sind Zustellungen innerhalb von 48 Stunden das Ziel.