Die Heimat des Unternehmertums

von Redaktion

Industrie- und Handelskammer feiert Wiedereröffnung ihres generalsanierten Stammsitzes

München – Die Generalsanierung war ein Kraftakt: „Brandschutz, Denkmalschutz, statische Probleme“ – Eberhard Sasse, Präsident der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, erinnert sich mit leisem Schaudern an die siebenjährige Bauzeit. Seine Freude darüber, dass die „Heimat des Unternehmertums“ nun feierlich wiedereröffnet werden konnte, war darum umso größer.

Über 400 Gäste strömten in die prächtigen neuen Räume an der Münchner Max-Joseph-Straße, die demnächst die Kantine der IHK sowie ein öffentlich zugängliches Café beherbergen werden. Auch der Präsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Schäuble, war der Einladung aus München gern gefolgt, wie er versicherte. Vertritt die Oberbayern-IHK doch 390 000 Unternehmen – und ist damit die größte Handelskammer der Welt. Weltoffenheit und zugleich regionale Verankerung: Das zeichnet nach Schäubles Worten das mittelständische Unternehmertum aus – „und das braucht es heute mehr denn je“.

Das Haus mitten in der Stadt „strotzt nur so vor Selbstbewusstsein“ – und das zu Recht, befand Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Denn ein leistungsfähiger Mittelstand sei für die bayerische Wirtschaft im Zweifel wichtiger als die großen Konzerne.

89 Millionen Euro hat der zweiteilige Bau, der durch ein Atrium mit Glasdach verbunden ist, am Ende gekostet. Dafür steckt hinter den denkmalgeschützten Wänden und Fassaden jetzt jede Menge modernste energieeffiziente Gebäudetechnik. Dass alles auch optisch sehr gelungen ist, fanden die meisten der Gäste – darunter viele Bundestags- und Landtagsabgeordnete und fast das gesamte bayerische Kabinett. Auch die Vertreter der großen Religionen saßen beim Fest gemütlich beisammen: Generalvikar Klaus Peter Franzl, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch, Imam Benjamin Idriz und der griechisch-orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis. Von der Qualität des neuen Quartiers überzeugten sich auch die ehemaligen IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen, Reinhard Dörfler und Wilhelm Wimmer sowie die Ehrenpräsidenten Dieter Soltmann und Claus Hipp.

CORINNA MAIER

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