Der Chiphersteller Infineon aus Neubiberg im Landkreis München liefert vorerst keine in den USA hergestellten Produkte mehr an den chinesischen Mobilfunkanbieter Huawei. Compliance-Vorgaben machten diesen Schritt notwendig, nachdem die USA den chinesischen Konzern auf eine schwarze Liste gesetzt hätten, teilte Infineon am Montag mit. Berichte, wonach Infineon sämtliche Chip-Lieferungen an den chinesischen Konzern eingestellt habe, bestätigte ein Sprecher ausdrücklich nicht. „Nach heutigem Stand“ unterliege ein Großteil der Produkte, die Huawei von Infineon beziehe, nicht den US-Export-Kontrollbestimmungen. „Darum werden diese Lieferungen fortgesetzt.“ Huawei wird von den US-Behörden verdächtigt, seine Technik zur Spionage für China zu nutzen. Bislang wurden dafür keine Beweise öffentlich vorgelegt. dpa