BÖRSEN

Iran-Konflikt und Ölpreis belasten Dax

von Redaktion

Zwischen der Europäischen Union und China können in Zukunft mehr Flugverbindungen zu günstigeren Preisen angeboten werden. Auf entsprechende Abmachungen einigten sich beide Seiten, wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte. Künftig können demnach sämtliche europäischen Fluggesellschaften Flüge aus den jeweiligen EU-Staaten anbieten, die bereits bilaterale Abmachungen mit China haben.

Der Billigflieger Ryanair geht weiter auf wirtschaftlichen Sinkkurs. Obwohl das Angebot von Europas größter Billig-Airline weiter ausgebaut wird, blicken die Iren mit Vorsicht auf das laufende Geschäftsjahr 2019/20. Im vergangenen Jahr musste Ryanair einen Gewinneinbruch verkraften. Grund dafür waren neben den gesunkenen Ticketpreisen, höheren Ölpreisen und Personalkosten die Anlaufverluste bei der übernommenen Airline Laudamotion, wie die Iren am Montag in Dublin berichteten.

Unmittelbar vor der Mitgliederversammlung an diesem Mittwoch haben mindestens zwei Vorstände der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo die Konsequenzen aus einem heftigen internen Streit gezogen. Über eine Anwaltskanzlei in Koblenz erklärten der frühere Vorstandsvorsitzende Alexander Behrens und das Vorstandsmitglied Christoph Drescher am Montag ihren sofortigen Rücktritt. Gegen die beiden lagen Abwahlanträge für Mittwoch vor. Nach Informationen aus Gewerkschaftskreisen hat auch Vorstandsmitglied Anne Struck ihr Mandat niedergelegt.

Der Dax ist am Montag nach einer starken Vorwoche auf Talfahrt gegangen. Der seit Monaten steigende Ölpreis sowie der Iran-Konflikt drückten bei Anlegern auf die Stimmung. Auch der fortgesetzte Handelsstreit steuerte erheblich zur Unsicherheit bei. Die negativen Folgen spüren inzwischen auch Firmen diesseits des Atlantiks. Der Dax schloss 1,61 Prozent tiefer bei 12 041,29 Punkten, nachdem der deutsche Leitindex zwischenzeitlich kurz unter die Marke von 12 000 Punkten gerutscht war. Unternehmensseitig rückten insbesondere die Aktien von Infineon in den Blick. Der Chiphersteller liefert vorerst keine in den USA hergestellten Produkte mehr an Huawei. Die Infineon-Aktien hatten mit minus 4,80 Prozent den letzten Platz im Dax inne. Dem Abwärtssog in der Technologie-Branche konnten sich auch die Osram-Papiere nicht entziehen. Sie büßten am MDax-Ende rund 6 Prozent ein. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,17 Prozent am Freitag auf minus 0,15 Prozent.

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