Frankfurt – Die deutschen Bauern bauen einen immer größeren Teil ihrer Erdbeeren in Gewächshäusern und Folientunneln an. Die Flächen für Erdbeeren vom freien Feld gehen zurück. Der Anbau unter Folie und Glas bewahre die Pflanzen vor extremen Wetterbedingungen, liefere höhere Erträge, bessere Qualität und sogar bessere Arbeitsbedingungen für die Erntehelfer, sagte Simon Schumacher, Sprecher des Verbandes Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer. Außerdem seien die Erträge um etwa 60 Prozent höher als im Freilandanbau.
Seit 2011 habe sich die geschützte Anbaufläche mehr als verfünffacht, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Im vergangenen Jahr waren etwa zwölf Prozent der Erdbeeranbaufläche von Gewächshäusern oder Folientunnenl überdacht. Die Abdeckungen schützen die Pflanze vor Starkregen, Hagel, Frost und Trockenheit. „Starke Niederschläge können die Früchte beschädigen, die dadurch schneller faulen. Das passiert uns beim geschützten Anbau nicht“, erläutert Schumacher. Bei einer Trockenheit wie im Sommer 2018 könnten die Pflanzen außerdem effizienter bewässert werden, da das Wasser nicht einfach verdunste. In Großbritannien würden Erdbeeren bereits ausschließlich in Folientunneln angebaut und auch in Holland kämen 60 Prozent der Früchte aus Gewächshäusern, mit deutlich höheren Erträgen, zudem sind die Früchte früher reif. dpa