IN KÜRZE

DIW: Weidmann wäre guter EZB-Chef

von Redaktion

In dem seit fast einem Jahr andauernden Handelskonflikt mit den USA verschärft China die Tonlage. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wirft der US-Regierung vor, einen „Wirtschaftskrieg gegen China“ zu führen, um den Aufstieg der asiatischen Macht zu verhindern. In den Handelsgesprächen habe Washington mehrere „Rückzieher“ gemacht und trage jetzt die volle Verantwortung für den Stillstand in den Verhandlungen, stellten Staatsmedien am Montag in Kommentaren fest.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat sich für eine Kandidatur des Bundesbank-Präsidenten Jens Weidmann für den Chefposten bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgesprochen. Weidmann sei ein „hervorragender Kandidat, der über viel Erfahrung verfügt“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der „Augsburger Allgemeinen“. „Es würde der EZB guttun“, fügte der DIW-Chef hinzu. EZB-Präsident Mario Draghi tritt Ende Oktober ab. Mehreren Kandidaten werden Chancen auf seine Nachfolge nachgesagt, darunter neben Weidmann auch den Chefs der französischen beziehungsweise finnischen Zentralbank. Mit Manfred Weber (CSU), der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker beerben will, gelten indes gleich zwei Deutsche als Anwärter auf EU-Spitzenposten. Da unwahrscheinlich ist, dass beide Ämter mit Bundesbürgern besetzt werden, dürften Weidmanns Chancen dann steigen, wenn Weber nicht Kommissionschef wird.

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