BÖRSE

Dax verliert wieder an Wert

von Redaktion

Volkswagen hat im Diesel-Abgasskandal vor dem Oberlandesgericht Koblenz eine Niederlage erlitten. Bundesweit sei damit zum vierten Mal ein zweitinstanzliches Urteil gegen den Autobauer gesprochen worden, sagte ein VW-Sprecher. Das OLG Koblenz hat das Unternehmen am Mittwoch „wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung zu Schadenersatz verpflichtet“. Ein Mann aus dem Kreis Bad Kreuznach hatte vor Bekanntwerden der Abgasmanipulationen einen gebrauchten VW Sharan mit Dieselmotor für gut 31 000 Euro gekauft und später von Volkswagen den vollen Kaufpreis zurückgefordert. Das Landgericht Bad Kreuznach wies seine Klage in der ersten Instanz ab. Der 5. Zivilsenat des OLG Koblenz verurteilte VW dagegen nun zur Zahlung von fast 26 000 Euro an den Käufer. Die übrigen knapp 6000 Euro zogen die Richter als Nutzungsvorteil ab.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA rechnet fest damit, dass sie das Flugverbot für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max noch in diesem Jahr aufheben kann. Die 737 Max werde definitiv vor dem Jahresende wieder fliegen, sagte der FAA-Sicherheitsexperte Ali Bahrami am Mittwoch in Köln. Ein genauer Zeitpunkt lasse sich aber nicht nennen, da die sicherheitsrelevanten Veränderungen an dem Flugzeugtyp noch geprüft würden. Nach den zwei Abstürzen binnen weniger Monate mit 346 Toten werde die Max ihren Liniendienst erst dann wieder aufnehmen, „wenn wir überzeugt sind, dass sie sicher ist“, sagte Bahrami.

Dem Dax ist nach seiner jüngst freundlichen Entwicklung am Mittwoch der Schwung ausgegangen. Doch immerhin konnte der Leitindex seine Verluste im Tagesverlauf etwas eindämmen – zum Schluss stand er noch 0,33 Prozent im Minus bei 12 115,68 Punkten. Als Stimmungsbremse erwiesen sich neue Drohungen von Donald Trump im Handelsstreit mit China. „Wir hatten einen Deal und wenn sie (die Chinesen) nicht wieder zurückkommen zu diesem Deal, dann habe ich kein Interesse“, sagte der US-Präsident am Dienstagabend. Er drohte, gegebenenfalls Zölle von 25 Prozent auf weitere Warenimporte im Wert von 300 Milliarden Dollar zu erlassen. Damit wären dann alle Einfuhren aus China in die USA von Sonderzöllen betroffen. Unter den deutschen Einzelwerten stach Axel Springer heraus: Die Papiere sprangen nach einem Übernahmeangebot durch KKR um bis zu 13 Prozent auf 63,30 Euro an. Aktien von Beiersdorf erreichten mit 107,50 Euro einen weiteren Höchststand. Auch die Aktien von Henkel-Konkurrent Beiersdorf waren – mit plus 2,7 Prozent an der Dax-Spitze – stark gefragt.

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