BÖRSE

Drillisch-Aktie im Fokus der Investoren

von Redaktion

Das kriselnde Europageschäft um Galeria Karstadt Kaufhof hat dem kanadischen Einzelhandelskonzern Hudson’s Bay Company (HBC) zu Jahresbeginn weiter zu schaffen gemacht. Die Sparte belastete die Bilanz im ersten Quartal mit einem Verlust von 133 Millionen kanadischen Dollar (88,5 Millionen Euro), wie HBC am Donnerstag mitteilte. Der Konzern war zuletzt noch mit 49,99 Prozent an der Europatochter beteiligt, den Mehrheitsanteil hielt die Signa-Gruppe des österreichischen Investors René Benko. Die Kanadier wollen sich jedoch ganz aus Deutschland zurückziehen.

Die Mitgliedstaaten der EU haben die erstmals verbindlich festgelegten CO2-Grenzwerte für Busse und Lkw abschließend gebilligt. Eine entsprechende Verordnung nahm am Donnerstag bei einem EU-Ministertreffen in Luxemburg die letzte formelle Hürde. Der Ausstoß neuer Lkw soll demnach bis zum Jahr 2025 um 15 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent gesenkt werden.

Der Autobauer Volkswagen und sein US-Konkurrent Ford werden bei Schlüsseltechnologien wohl bald enger zusammenrücken. Wie VW-Chef Herbert Diess vor 500 Führungskräften des Konzerns sagte, stünden die Gespräche über eine Kooperation bei Elektroautos und autonomem Fahren „kurz vor Abschluss“. Die Partnerschaft mit Ford sei für den Konzern „geostrategisch von überragender Bedeutung“.

Der Dax hat nach einem kleinen Rückschlag am Donnerstag mit Kursgewinnen geschlossen. Zwar schmolzen die Gewinne im Tagesverlauf ein wenig ab. Doch trotz politischer Unsicherheiten behauptete der deutsche Aktien-Leitindex am Ende ein Plus von 0,44 Prozent auf 12 169,05 Punkte. Für den MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, ging es um 0,12 Prozent auf 25 467,60 Punkte hoch.

Im Fokus stand das Ende der langen und kostspieligen Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland. Börsianer sprachen von Erleichterung. Sie mache sich vor allem bei 1&1 Drillisch als neuem Mitspieler unter den Großen bemerkbar, dessen Aktien im Laufe der Auktion besonders gelitten hätten. Für Ulrich Rathe von der Investmentbank Jefferies ist es aber noch keinesfalls sicher, dass Drillisch selbst zum Netzbetreiber wird. Am Morgen schossen die Aktien noch um bis zu 16,5 Prozent nach oben, bis Handelsschluss schmolzen die Gewinne aber auf knapp ein halbes Prozent zusammen. Beim Kurs der Deutschen Telekom tat sich so gut wie nichts.  dpa, mm

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