Cum-Ex: Erstes Verfahren

von Redaktion

Bonn – Seit Jahren ermitteln Staatsanwälte und Steuerfahnder im Skandal um umstrittene „Cum-Ex“-Aktien-Deals – nun rückt das erste Gerichtsverfahren näher. Die Staatsanwaltschaft Köln wirft zwei Männern im Alter von 41 und 38 Jahren besonders schwere Steuerhinterziehung in mehr als 30 Fällen vor, wie das Landgericht Bonn am Montag mitteilte. Gesamtschaden: über 440 Millionen Euro. Eine entsprechende Klageschrift ist verschickt worden. Die beiden Beschuldigten waren Medienberichten zufolge als Aktienhändler tätig und unterstützten die Ermittlungen als Kronzeugen. Sie haben nun einen Monat Zeit zur Stellungnahme. Danach entscheidet die 12. Große Strafkammer des Landgerichts, ob sie die Anklage zulässt und die Hauptverhandlung eröffnet – in der Regel ist dies der Fall. Die Hauptverhandlung könnte dann im Herbst beginnen. Bei „Cum-Ex“-Deals nutzten Investoren eine Lücke im Gesetz, um den Staat um Milliardensummen zu prellen. dpa

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