Nach dem Aus der Pkw-Maut hat der Bund Konsequenzen gezogen. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) veranlasste, zwei bereits geschlossene Verträge für die Erhebung und die Kontrolle der Gebühr für die Straßennutzung zu kündigen. Das teilte sein Ministerium am Mittwoch mit. Die Zuschläge für den Betrieb hatte das Ministerium im vergangenen Jahr dem Mautsystem-Anbieter Kapsch und dem Ticketverkäufer CTS Eventim erteilt. Opposition und SPD kritisieren, dass so noch vor der endgültigen Rechtssicherheit Fakten geschaffen wurden – trotz der Risiken. Auch muss der Bund auf Einnahmen verzichten: Pro Jahr fehlten zwischen 350 und 500 Millionen Euro an ursprünglich geplanten Maut-Einnahmen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch in Goslar.