BÖRSE

Konsolidierung nach dem Jahreshoch

von Redaktion

Die Lufthansa versucht angesichts anhaltender Verluste ihrer Tochter Eurowings das Ruder herumzureißen. Das Langstreckengeschäft der Billigmarke werde künftig von den Netzwerk-Airlines des Konzerns gesteuert, kündigte die Lufthansa-Führung um Vorstandschef Carsten Spohr an. Eurowings soll sich auf das Kurzstreckengeschäft konzentrieren, die Flotte vereinheitlichen und die Kosten deutlich senken. So soll die Tochter 2021 im operativen Geschäft die Gewinnschwelle erreichen, was der Vorstand ursprünglich schon für dieses Jahr angepeilt hatte.

Lebensmittel sind auch bei gleicher oder ähnlicher Vermarktung keineswegs in allen EU-Ländern gleich. Bei knapp einem Drittel von 1380 getesteten Proben ergab sich eine verschiedene Zusammensetzung von Markenprodukten, wie die EU-Kommission am Montag mitteilte. Der Verdacht, dass vor allem in Osteuropa vermarktete Produkte oft anders oder schlechter sind, erhärtete sich aber nicht.

Nach der jüngsten Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt zeigen Anleger zum Wochenbeginn Ermüdungserscheinungen. Der Dax gab zum Handelsende am Montag um 0,53 Prozent auf 12 274,57 Punkte nach. In der vergangenen Woche war der Leitindex noch auf ein Jahreshoch von 12 438 Punkten geklettert. Für den CMC-Marktexperten Jochen Stanzl war es „ein klassischer Konsolidierungstag im Deutschen Aktienindex“. Als Dämpfer kamen zuletzt die abermals verschlechterten Aussichten für die deutsche Wirtschaft und eine Gewinnwarnung von Daimler hinzu.

Im Dax rutschten die Daimler-Papiere mit einem Abschlag von fast vier Prozent an das Index-Ende. Wegen hoher Rückstellungen im Zusammenhang mit der Affäre um mutmaßlich manipulierte Dieselmotoren sehen die Stuttgarter ihren operativen Jahresgewinn nun nur noch auf Vorjahresniveau. Lufthansa rutschten trotz einer neuen, anlegerfreundlichen Dividendenpolitik um 0,81 Prozent ab. Mit der jüngsten Gewinnwarnung hatte das Vertrauen der Anleger in die Airline bereits einen noch größeren Knacks bekommen. RWE-Papiere sackten zudem nach einer Verkaufsempfehlung der britischen Bank HSBC um mehr als drei Prozent ab. Aktien von Metro legten nach dem Übernahmeangebot um rund 2,6 Prozent zu. Die Metro-Führung bewertete die Offerte jedoch als zu niedrig.

Unterdessen kann Morphosys weiter mit seinem Prüfmedikament Tafasitamab punkten. Analysen und Aktionäre zeigten sich von weiteren Daten der laufenden Blutkrebsstudie beeindruckt: Die Aktie schnellte um fast sechs Prozent nach oben. dpa

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