Ulm – Das Rennen um den Standort der geplanten Forschungsfabrik für Batteriezellen in Deutschland bleibt bis zuletzt spannend. Die Entscheidung sei noch nicht gefallen, sie werde aber in Kürze verkündet, sagte ein Sprecher des Bundesforschungsministeriums auf Anfrage. Der Bund will die Forschungsfabrik mit einer halben Milliarde Euro fördern.
Unter anderem Ulm und Baden-Württemberg hoffen auf einen Zuschlag. Fünf weitere Bundesländer haben sich ebenfalls beworben. Experten der sogenannten Gründungskommission beim Bundeswirtschaftsministerium sollen eine Empfehlung für die Donaustadt abgegeben haben. Zuvor hatte der Berliner „Tagespiegel“ berichtet, die Kommission habe ein „eindeutiges Votum“ zugunsten der baden-württembergischen Bewerbung mit dem Standort Ulm abgegeben. Die Landesregierung will 185 Millionen Euro bereitstellen.
Mit der Forschungsfabrik will die Bundesregierung die Voraussetzung für Batteriezellfertigungen in Deutschland verbessern. Bislang kommen Zellen für Autobatterien von asiatischen Herstellern.