Angesichts der Extremtemperaturen hat der neue Ärztepräsident Klaus Reinhardt Hitzepausen für Arbeitnehmer gefordert. „Wichtig ist, bei großer Hitze die Schlagzahl etwas herunterzufahren und – wenn irgendwie möglich – die ein oder andere Pause extra einzulegen“, sagte Reinhardt. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach nannte den Appell richtig. Verordnete lange Mittagspausen nach Vorbild der Siesta in südlichen Ländern hält Lauterbach jedoch für falsch.
Die Stromexporte aus Deutschland in die europäischen Nachbarländer sind in diesem Jahr deutlich gesunken. Im grenzüberschreitenden Handel sind bis Ende Juni (Stichtag: 27.6.) rund 31,3 Millionen Megawattstunden ins Ausland geflossen, wie die Bundesnetzagentur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das waren fast 4 Millionen Megawattstunden weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Weil zugleich die Stromimporte gestiegen sind, sank der Exportüberschuss in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um gut 14 Prozent auf knapp 21 Millionen Megawattstunden. In Deutschland wird seit einer Reihe von Jahren mehr Strom erzeugt als verbraucht. Der Exportüberschuss stieg seit 2011 kontinuierlich an. Im vergangenen Jahr ist er dann erstmals wieder gesunken.
Die Zukunft des insolventen Fernsehherstellers Loewe wird sich innerhalb weniger Monate entscheiden. „Wir gehen davon aus, dass wir noch vier Monate für den Investorenprozess brauchen werden“, sagte Insolvenzverwalter Rüdiger Weiß der Deutschen Presse-Agentur. „Wir werden alles tun, um jemand zu finden, es gab auch bereits erste Investorengespräche.“ Das oberfränkische Traditionsunternehmen stellt an diesem Montag den Betrieb ein, der Großteil der gut 400 Mitarbeiter ist freigestellt.
Die Präsidentin des Umweltbundesamts hat sich für höhere Steuern auf Heizöl und Kraftstoffe ausgesprochen, die sich nach dem Ausstoß von Kohlendioxid richten. Die Einnahmen aus einem solchen CO2-Aufschlag sollten die Bürger durch die Senkung der Ökostromumlage (EEG) und auf anderen Wegen wieder zurückerhalten, sagte Maria Krautzberger der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Wichtig ist, dass wir schnell damit beginnen, CO2 einen Preis zu geben.“ Durch eine Senkung der EEG-Umlage würden die Elektromobilität und andere stromgebundene öffentlichen Verkehre konkurrenzfähiger. Vor allem einkommensschwache Haushalte müssten unterstützt werden, „um klimaschonend zu wohnen und mobil zu sein“.