München – Nach rasantem Wachstum der Qutdoor-Branche in der Vergangenheit ist die Kauflust der europäischen Kunden gesunken. Im vergangenen Jahr setzten die Hersteller von Bekleidung und Ausrüstung für Wanderer, Bergsteiger und andere Outdoor-Sportler in Europa 5,8 Milliarden Euro um, ein Prozent weniger als im Vorjahr. Das berichtete Arne Strate, Generalsekretär des Branchenverbands European Outdoor Group (EOG) am Sonntag bei der Eröffnung der Messe „Outdoor“ in München. „Der Markt stagniert“, sagte Strate.
Derzeit richtet sich das Augenmerk der Outdoor-Branche auf die überwiegend Indoor praktizierten Sportarten Klettern und Bouldern. 2018 wurde nach den Daten der European Outdoor Group Kletterausrüstung für 142 Millionen Euro verkauft – die Umsätze waren fast so hoch wie mit Rucksäcken (152 Mio). „Klettern hat sich außerordentlich gut entwickelt“, sagte Strate.
Dass nun auch Hallenklettern zum Outdoor-Bereich zählt, zeigt die allmähliche Ausweitung des Begriffs. Traditionell ging es in der Branche eigentlich nur um die Sportarten, für die der Mensch einen Rucksack braucht, im wesentlichen Wandern und Bergsteigen.
Insgesamt präsentieren bei der Messe, die noch bis Mittwoch geht, gut 1000 Aussteller aus 35 Ländern ihre Produkte.
Die Messe fand früher in Baden-Württemberg statt, ist aber auf Wunsch der Industrie heuer nach München umgezogen. dpa