Die Bayerische Landesbank hat einen neuen Vorstandschef. Stephan Winkelmeier übernahm den Posten zum 1. Juli von Edgar Zoller, der die Bank seit Jahresbeginn interimsweise geführt hatte. Das war nötig geworden, weil Johannes-Jörg Riegler, bis dato Chef der BayernLB, die Bank zum Jahresende verlassen hatte. Winkelmeier kennt die BayernLB aus seiner Zeit als Vorstandsmitglied in den Jahren 2010 bis 2014. Danach wurde der gebürtige Regensburger zum Vorstandssprecher der FMS Wertmanagement berufen, die als Bad Bank für die Skandalbank Hypo Real Estate fungiert. Die Landesbank gehört mehrheitlich dem Freistaat Bayern, außerdem sind die bayerischen Sparkassen beteiligt.
Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler treibt den Umbau seiner Autozuliefersparte voran. Das Unternehmen hat sein Werk in Hamm (Sieg) an das Management verkauft, wie der SDax-Konzern am Montag in Herzogenaurach mitteilte. Alle bisherigen 110 Arbeitsplätze am Standort sollen erhalten bleiben. Mit sofortiger Wirkung werde das Management zum neuen Eigentümer, teilten die Franken mit. Zum Kaufpreis äußerte sich Schaeffler nicht.
Der Start in den Börsenmonat Juli ist dem deutschen Aktienmarkt gelungen. Der Burgfrieden im Handelskonflikt zwischen den USA und China verlieh den Kursen Rückenwind. Der Dax kletterte um 0,99 Prozent auf 12 521,38 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit August 2018. Zwischenzeitlich hatte der Leitindex sogar erstmals seit fast einem Jahr die Marke von 12 600 Zählern hinter sich gelassen, konnte diese Gewinne aber nicht halten.
Die USA und China vereinbarten am Wochenende auf dem G20-Gipfel einen „Waffenstillstand“ und neue Verhandlungen zur Beilegung ihres Handelskonflikts. Überraschend hob US-Präsident Donald Trump zudem den Bann gegen Chinas Telekomriesen Huawei vorerst auf. Außerdem sicherte Trump zu, die angedrohte Ausweitung der Strafzölle gegen China vorläufig auszusetzen, was eine Vorbedingung Pekings war. Davon profitierten vor allem Aktien von Halbleiterunternehmen. Infineon zum Beispiel gewann 4,18 Prozent auf 16,20 Euro.
Die Titel der Deutschen Bank legten nach Berichten über einen massiven Arbeitsplatzabbau um knapp zwei Prozent zu. Am Nachmittag bröckelte der Kurs, der zeitweise über sieben Euro geklettert war, wieder ab. Die Aktie schloss am Ende sogar im Minus bei 6,75 Euro (– 0,37 Prozent).
Am Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite unverändert bei minus 0,35 Prozent.