Brüssel – Eurogruppen-Chef Mario Centeno hat sich erleichtert über das abgewendete Strafverfahren gegen das hoch verschuldete Italien geäußert. „Das sind gute Nachrichten“, sagte Centeno am Montag beim Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Die Regierung in Rom habe das Verfahren vermieden, weil sie Maßnahmen getroffen habe.
Die EU-Kommission hatte in der vergangenen Woche verkündet, von dem angepeilten Strafverfahren abzusehen. Die Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega in Rom setzt unter anderem ein teures Grundeinkommen sowie eine Rentenreform um. Kurz zuvor hatte sie in einem Maßnahmenpaket beschlossen, einen Teil der geplanten Ausgaben einzufrieren. Italien weist mit rund 132 Prozent nach Griechenland die höchste Schuldenquote in der EU auf – das ist das Verhältnis der Gesamtverschuldung zur Wirtschaftskraft. dpa