BÖRSE

Gewinnwarnungen drücken Stimmung

von Redaktion

Konzernchef Bjørn Kjos tritt nach 17 Jahren von seinem Posten an der Spitze der Billigfluggesellschaft Norwegian zurück. Finanzdirektor Geir Karlsen werde seine Rolle ab sofort interimsmäßig übernehmen, bis ein Nachfolger von Kjos gefunden worden sei, teilte die Airline am Donnerstag mit. Der 72 Jahre alte Kjos soll aber weiter eine führende Rolle im Unternehmen als Berater innehaben. Sein Abschied komme keinen Tag zu früh, sagte Kjos, als er am Donnerstag letztmalig als Konzernboss Quartalszahlen von Norwegian präsentierte. Jenseits der 70 sollte man seiner Ansicht nach keine Fluggesellschaft mehr führen. „Ich bin längst überfällig.“

Bei der Digitalwährung Bitcoin haben Gewinnmitnahmen den jüngsten Höhenflug vorerst gestoppt. Am Donnerstag rutschte der Kurs auf der Handelsplattform Bitstamp zeitweise bis auf 11 163 Dollar ab. Zur Wochenmitte war die Kryptowährung noch etwa 2000 Dollar mehr wert gewesen. Zuletzt konnte sich der Bitcoin wieder etwas erholen und wurde mit knapp 11 500 Dollar gehandelt.

Einige Gewinnwarnungen deutscher Konzerne haben am Donnerstag auf die Stimmung der Anleger gedrückt. Der deutsche Leitindex Dax knüpfte an seine jüngsten Verluste an und gab um 0,33 Prozent auf 12 332,12 Punkte nach. Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, sank um 0,24 Prozent auf 25 757,96 Punkte. Bereits am Dienstag hatte eine Gewinnwarnung des Chemieriesen BASF den Anlegern die weltweiten wirtschaftlichen Risiken wieder stärker vor Augen geführt. Die Angst, sich das nächste Opfer einer trüben Konjunktur ins Depot zu legen, verhindere jedes Engagement, schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets.

Am Donnerstag sorgten vor allem der Abfüllanlagenhersteller Krones, die Deutsche Beteiligungs AG und der Maschinenbauer Aumann für negative Schlagzeilen. Alle drei Unternehmen senkten ihre Geschäftsziele. Die Konzerne sind allesamt im Nebenwerteindex SDax gelistet, der um 1,44 Prozent absackte. Spitzenreiter im Dax waren die FMC-Papiere mit plus 4,28 Prozent. Im US-Gesundheitssystem soll die Zahl der Transplantationen und häuslichen Dialysebehandlungen für Patienten mit dauerhaftem Nierenversagen mittelfristig deutlich gesteigert werden.  dpa

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