Jeder Zweite lebt von seiner Arbeit

von Redaktion

Wiesbaden – Nicht ganz die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt in erster Linie von der eigenen Hände Arbeit. Nach jüngsten Ergebnissen des Mikrozensus 2018 bestritten im vergangenen Jahr 46,5 Prozent der Bevölkerung ihren Lebensunterhalt überwiegend aus eigener Erwerbstätigkeit. In Bayern waren es 49,4 Prozent. Die beiden anderen großen Gruppen sind Rentner und Pensionäre (22,0 Prozent) sowie mitversorgte Familienmitglieder (24 Prozent). Von öffentlichen Sozialleistungen leben rund 6,6 Prozent. Überwiegend von den Erträgen ihres Vermögens (dazu zählen auch Mieten) konnte nur knapp jeder Hundertste leben, wie das Statistische Bundesamt gestern berichtete.

Insgesamt ist der Anteil der vorwiegend Erwerbstätigen gestiegen, erklärte die Wiesbadener Behörde. So bestritten im Jahr 2000 nur 41,0 Prozent ihren Lebensunterhalt vorwiegend aus eigener Erwerbstätigkeit. 29,8 Prozent lebten von Zuwendungen ihrer Angehörigen. Der Anteil der Sozialhilfeempfänger ist konstant geblieben. Und der der Rentner lag 2000 sogar höher: bei 22,2 Prozent.

Wegen der unterschiedlichen Altersstruktur leben im Osten nun wesentlich mehr Menschen von Renten und Pensionen – 27 Prozent im Vergleich zu 21 Prozent im Westen. Die meisten Erwerbstätigen gibt es prozentual in Hamburg und die wenigsten Empfänger von Sozialleistungen in Bayern.  mm

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