Prag/Brüssel – Das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo kämpft mit einem fast vollständigen Systemausfall. Experten arbeiteten rund um die Uhr an der Fehlerbehebung, sagte eine Sprecherin der zuständigen EU-Agentur GSA am Montag. Die Ursache sei noch nicht bekannt. Das Problem liege bei der Infrastruktur am Boden, nicht bei den Satelliten im Weltall. Nicht betroffen war den Angaben zufolge einzig der Such- und Rettungsdienst (SAR), mit dem Menschen in Notlagen aufgespürt werden können.
Für private Nutzer dürften die Folgen des Galileo-Systemausfalls gering bleiben. Ihr Smartphone wechsele automatisch zu einem anderen Navigationssystem, erklärte die Sprecherin. Neben Galileo stehen das amerikanische GPS- und auf manchen Geräten auch das russische Glonass-System zur Verfügung.
Bereits am vorigen Donnerstag war es zu einer ersten Störung gekommen. Das Problem wuchs sich am Wochenende zum Komplettausfall aus. Erste Galileo-Dienste sind seit Dezember 2016 verfügbar, das System befindet sich aber noch in der Initialphase. Das heißt, dass eine durchgängige Erreichbarkeit nicht garantiert wird. dpa