BÖRSE

Dax geht weiter in die Knie

von Redaktion

Triste Exportdaten aus Japan haben gestern die Stimmung der Anleger getrübt. Ein Medienbericht, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) eine mögliche Überarbeitung ihres Inflationsziels prüft, dämmte die Anfangsverluste des Dax letztlich nur wenig ein – am Ende verlor er 0,92 Prozent auf 12 227,85 Punkte. Der Erholungsversuch ist damit erst einmal verpufft.

Schlimm traf es Heidelberger Druck, dessen Titel um fast 16 Prozent abstürzten – Das Unternehmen folgte mit einer gesenkten Ergebnisprognose den jüngsten Gewinnwarnungen etwa von BASF , Daimler und Brenntag.

Im MDax schlossen die Titel des Bau- und Infrastrukturkonzerns Hochtief gut neun Prozent im Minus. Hier schürte die Gewinnwarnung eines US-Baumaschinenverleihers die Sorgen. Aktien des Industriedienstleisters Bilfinger wurden im SDAX mit einem Minus von über acht Prozent in Mitleidenschaft gezogen.

Schlusslicht im MDax war 1&1 Drillisch mit einem fast neuneinhalbprozentigen Kursrutsch. Der mögliche Aufbau eines vierten Mobilfunknetzes in Deutschland durch die United-Internet-Tochter könnte die Renditen aller Anbieter beeinträchtigen, schrieb Analyst Guy Peddy in einer Branchenstudie.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,33 Prozent auf minus 0,36 Prozent.

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