Trotz Anzeichen einer Eintrübung der Konjunktur hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vor „Panik“ gewarnt. „Die Konjunktur in Deutschland steht unter Druck“, räumte DIHK-Präsident Eric Schweitzer ein. Das rechtfertige aber nicht „unzulässige Übertreibungen“, sagte Schweitzer. Für „Alarmismus“ gebe es derzeit keinen Anlass. Der Arbeitsmarkt zeige sich insgesamt in guter Verfassung. Der DIHK rechnet in diesem Jahr mit einem Plus von 400 000 Erwerbstätigen.
Deutsche Banken haben im vergangenen Jahr rund 2,4 Milliarden Euro an Strafzinsen auf ihre bei der Bundesbank gehaltenen Einlagen bezahlt. Das gehe aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Demnach leisteten alle Banken im Euroraum zusammen Zahlungen von rund 7,5 Milliarden Euro, weil die Europäische Zentralbank (EZB) ihnen negative Zinsen in Rechnung stellte.
Der Schokoladenhersteller Halloren will künftig im Immobiliengeschäft mitmischen. Auf der Hauptversammlung am 30. August in Halle sollen die Aktionäre einer Satzungsänderung abstimmen, nach der „die Gesellschaft zu Erwerb, Errichtung, Verwaltung, Vermietung, Bewirtschaftung und zur Projektentwicklung von Immobilien aller Art berechtigt, aber nicht verpflichtet“ ist. Die älteste Schokoladenfabrik Deutschlands steht unter Druck. 2018 sank das Ergebnis nach Steuern auf rund 790 000 Euro, nach 11,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz halbierte sich fast auf rund 57 Millionen Euro.
Ein Logo soll künftig auf Verpackungen anzeigen, wie viel Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln enthalten ist – nur welches? Darüber sollen nun die Verbraucher entscheiden. Das Bundesernährungsministerium hat eine Befragung begonnen, um schließlich über das geplante Nährwert-Logo zu entscheiden. Ziel sind eine gesündere Ernährung und weniger Übergewicht nicht nur bei Kindern.
China hat eine teilweise Öffnung seines Finanzmarktes für ausländische Investitionen angekündigt. Die Beteiligungsgrenzen für ausländische Wertpapier-, Versicherungs- und Fondsverwaltungsgesellschaften sollen im Jahr 2020 und somit ein Jahr früher als geplant abgeschafft werden, teilte der staatliche Ausschuss für finanzielle Stabilität und Entwicklung mit. Weitere Maßnahmen betreffen den Versicherungssektor und ausländische Ratingagenturen. China hat bereits wiederholt versprochen, seine Wirtschaft für Ausländer zu öffnen.