BMW-Dingolfing: Ein Monat Ferien

von Redaktion

Produktionsstopp – Werk wird für neue Modelle umgerüstet

Dingolfing – Werksferien gab es früher. Wenn die Bänder einer Fabrik heute für längere Zeit stillstehen, spricht man von Produktionsunterbrechungen. Diese gibt es nach wie vor regelmäßig.

Doch im größten europäischen BMW-Werk in Dingolfing stehen die Bänder in diesem Jahr für viereinhalb Wochen still. Dafür rücken Bauarbeiter und Anlagenbauer an, um das Werk (vor allem der 5er und der 7er wird in Dingolfing gebaut) „für neue Modelle und Technologien fit zu machen“, wie Werksleiterin Ilka Horstmeier sagt.

Ab 2021 soll hier der iNEXT gebaut werden, eines der Zukunftsmodelle des Konzerns. Er ist höher und breiter als die bisher in Dingolfing gebauten Autos. Das macht größere Umbauten erforderlich.

Insgesamt 120 Einzelprojekte stehen an, darunter eine Transportbrücke zwischen Lackiererei und Montage. Außerdem wird ein Montageband verlängert, damit künftig neben Benzin, Diesel- und Hybrid-Antrieben auch vollelektrische Fahrzeuge gebaut werden können.

Das alles geht nicht im laufenden Betrieb. So ruht die Produktion in Dingolfing länger als üblich. Im vergangenen Jahr dauerte die Produktionspause in Dingolfing nur drei Wochen.

Um die Werkspause im Sommer so kurz wie möglich zu halten, rücken unmittelbar nach Schichtende am 1. August die Teams für die Umbauten an. Und am 26. August beginnen die Vorbereitungen für den Produktionsanlauf.

Kürzere Werkferien stehen in den zwei anderen bayerischen BMW-Fahrzeugwerken an. In München und Regensburg stehen die Bänder von 12. bis zum 23. August. In Regensburg ist noch eine zweite Produktionspause in der ersten Septemberwoche angesetzt. Im sächsischen Werk Leipzig wird in diesem Jahr dagegen durchgearbeitet.

Auch die anderen bayerischen BMW-Standorte kommen ohne Ferienpause aus. Etwa das Werk in Landshut. Dort unterbrechen nur einzelne Teilbereiche zeitweise die Produktion. Und auch in Dingolfing wird in den Ferien weitergearbeitet. Dort gibt es neben der riesigen Autofabrik im Nordwesten der Stadt (BMW-intern Werk 2.40) noch einige weitere traditionsreiche Fabriken, in denen heute BMW-Fahrzeugkomponenten und Elektro-Antriebe produziert werden.

Die in Dingolfing gelegenen früheren Werke des Autobauers Glas, den BMW in den 1960er Jahren übernommen hatte und und des Traktorenherstellers Eicher (Heute BMW-Werke 2.10 und 2.20). Dort wird in den Ferien durchgearbeitet. MARTIN PREM

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