Die seit Monaten in Aussicht gestellten Hardware-Nachrüstungen von Diesel-Autos mit zu hohen Schadstoffwerten können starten. Nach Darstellung des Bamberger Technologie-Anbieters Dr Pley hat das Kraftfahrt-Bundesamt am Freitag die erste Allgemeine Betriebserlaubnis zur Dieselnachrüstung für Volvo-Fahrzeuge erteilt. Laut Dr Pley stehen Hardware-Nachrüstsätze auch für Mercedes- und BMW-Modelle zur Verfügung. Diese sollten Ende dieses Monats zugelassen werden. Das Ziel ist, dass nachgerüstete Kfz künftig von Fahrverboten ausgenommen werden können.
Im womöglich größten Betrugsfall der deutschen Nachkriegsgeschichte will sich ein erheblicher Teil der 54 000 geprellten Gläubiger mit einem Vergleich zufrieden geben. Mittlerweile haben über 98 Prozent der ehemaligen Kunden der Münchner Containervermietungsgesellschaft P&R dem Vergleichsvorschlag des Insolvenzverwalters Michael Jaffé zugestimmt, wie dessen Kanzlei am Freitag mitteilte. Ob der Vergleich zustande kommt, könnte sich erst im Herbst entscheiden. Der Insolvenzverwalter muss zunächst sämtliche Antworten auf den Vergleichsvorschlag abwarten und auswerten.
Den mehr als 400 Mitarbeitern des Kronacher Fernsehherstellers Loewe wird gekündigt. „Ein Großteil wird nun unwiderruflich freigestellt, rund 50 Mitarbeiter bleiben in einem Abwicklungsteam im Betrieb“, sagte ein Sprecher der mit dem Insolvenzverfahren beauftragten Bayreuther Kanzlei Wallner Weiß. Bisher waren die Mitarbeiter widerruflich freigestellt gewesen. Je nach Betriebszugehörigkeit verlieren die Beschäftigten bis spätestens 31. Oktober ihren Arbeitsplatz, wie der Sprecher sagte.
Bayer kommt in einem der wichtigen Glyphosat-Prozesse in den USA mit einer deutlich geringeren Strafzahlung davon. Die zuständige Richterin Winifred Smith senkte den von einer Jury verhängten Schadenersatz für die an Krebs erkrankten Kläger in der Nacht auf Freitag von insgesamt rund 2 Milliarden auf 86,7 Millionen Dollar (rund 77,8 Millionen Euro).
Apple holt sich eine weitere Schlüsseltechnologie seiner iPhones ins eigene Haus: Der Konzern kauft Intel die Mehrheit seiner auf Smartphone-Modems spezialisierten Sparte ab. Es dürften allerdings noch einige Jahre vergehen, bis iPhones mit hauseigenen Modem-Chips ins Netz gehen. Mit dem etwa eine Milliarde Dollar schweren Deal werden rund 2200 Mitarbeiter zu Apple wechseln, ein großer Teil davon in Deutschland.