Schlüsselfertig und einfach gebaut: Diese Vorgaben sollen beim Ausbau des künftigen Hauptstadtflughafens weitere Termin- und Kostendebakel verhindern. Rund zehn Monate nach Baubeginn zogen die Verantwortlichen am Dienstag in Schönefeld den Richtkranz über einem weiteren Terminal hoch, das Platz für zusätzliche sechs Millionen Passagiere im Jahr bieten soll. Ein Generalunternehmer baut das Terminal 2 nach einfachem Industriebaustandard. „Es ist keine Kathedrale des Verkehrs“, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Eine solche Kathedrale habe man schon mit dem Hauptterminal T1, das von Oktober 2020 an bis zu 27 Millionen Fluggäste im Jahr nutzen sollen. Terminal 2 werde ebenfalls rechtzeitig zum Oktober 2020 fertig werden, versicherte der Bauunternehmer Kurt Zech.
Die sich abschwächende Konjunktur lässt die Bundesbürger beim Geldausgeben zunehmend vorsichtiger werden. Laut der vom Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK monatlich erstellten Konsumklimastudie nahm die Kauflaune der Verbraucher im Juli zum dritten Mal in Folge ab. „Die Stimmung der Verbraucher zeigt in diesem Monat ein weniger optimistisches Bild“, teilte die GfK am Dienstag mit.
Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky spürt bei seinen Plänen zur Übernahme des Handelskonzerns Metro zunehmend Gegenwind. Die Metro-Großaktionäre Meridian-Stiftung und Beisheim-Gruppe wiesen das Angebot des Unternehmers als „nicht angemessen“ zurück. Die Beisheim-Gruppe und die Meridian-Stiftung, die zusammen gut 20,5 Prozent der Stammaktien der Metro halten, kündigten gleichzeitig an, ihre Stimmrechte bei dem Handelskonzern künftig bündeln zu wollen. Auch wollen sie „bei entsprechenden Kaufgelegenheiten ihre Anteile schrittweise weiter ausbauen“. Das könnte es für Kretinsky vielleicht unmöglich machen, Metro zu übernehmen.