Trump erhöht Druck auf US-Notenbank

von Redaktion

Washington – Im Zuge einer weithin erwarteten Absenkung des Leitzinses hat Präsident Donald Trump seine scharfe Kritik an der US-Notenbank erneuert. Die erwartete Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte sei nicht genug, es brauche „eine große Absenkung“, erklärte Trump. Die Federal Reserve müsse auch ihre Anleihenkäufe wieder ausweiten, forderte er am Dienstag. Diese herunterzufahren und gleichzeitig die Zinsen zu erhöhen, sei „ein großer Fehler“ gewesen, so Trump weiter.

Finanzmärkte rechneten wegen der von Trump angezettelten Handelskonflikte und zunehmender Sorgen um die Konjunktur mit der ersten Zinssenkung der Fed seit einem Jahrzehnt. Analysten zufolge will die Fed mit ihrem Schritt eine drohende Abschwächung der seit nunmehr zehn Jahren wachsenden US-Wirtschaft auffangen.

Notenbankchef Jerome Powell hatte zuletzt eine Lockerung der Geldpolitik ins Spiel gebracht. Das Wachstum der US-Wirtschaft ist robust, verlangsamt sich aber. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei nur 3,7 Prozent, die Inflation indes konstant unter dem Ziel von zwei Prozent.

Mit einer Zinssenkung kommt die unabhängige Notenbank auch ihrem prominentesten Kritiker – US-Präsident Donald Trump – entgegen. Dieser äußert seit Monaten öffentlich harsche Kritik am zu passiven Kurs der Notenbank und fordert niedrigere Zinsen.  dpa

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