Das Plädoyer der Fed-Chefs

von Redaktion

Einstige Vorsitzende setzen sich für Unabhängigkeit ein

Washington – Vier ehemalige Vorsitzende der amerikanischen Notenbank Federal Reserve haben sich gegen politischen Druck auf die Zentralbank ausgesprochen. Insbesondere plädierten sie im „Wall Street Journal“ dafür, die Unabhängigkeit der Fed zu achten und Drohungen zu unterlassen, Notenbankchefs zu entlassen oder zu degradieren. Der Artikel darf als Kritik an den zahlreichen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den aktuellen Fed-Chef Jerome Powell verstanden werden.

„Wir sind uns einig, dass es der Fed und ihrem Vorsitzenden gestattet sein muss, unabhängig und im besten Interesse der Wirtschaft zu handeln, frei von kurzfristigem, politischem Druck und insbesondere ohne die Drohung der Entlassung oder Herabstufung von Fed-Vorsitzenden aus politischen Gründen“, schreiben die ehemaligen Notenbank-Chefs Janet Yellen, Ben Bernanke, Alan Greenspan und Paul Volcker. Die Historie zeige, dass eine Volkswirtschaft am besten funktioniere, wenn die Notenbank politisch unabhängig sei. Ansonsten drohten eine höhere Inflation und schwächeres Wirtschaftswachstum.

Seit einem Jahr überzieht Trump die Fed und ihren Chef Powell mit teils harscher Kritik. Hauptsächlich moniert Trump die aus seiner Sicht zu hohen Leitzinsen. Er drohte Powell sogar mit Entlassung.

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