BÖRSE

Entspannung im Zollstreit – Dax steigt

von Redaktion

Die Tarifbeschäftigten in Deutschland haben im zweiten Quartal dieses Jahres deutlich höhere Bruttogehälter verdient als ein Jahr zuvor. Der durchschnittliche Wert inklusive der tarifvertraglich vereinbarten Sonderzahlungen war 3,8 Prozent höher, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Ohne die Sonderzahlungen hätte die Steigerung 2,9 Prozent betragen.

Die Vereinigten Staaten ziehen laut US-Finanzminister Steven Mnuchin die Platzierung extrem lang laufender Staatsanleihen in Betracht. Anleihen mit Laufzeiten von 50 bis 100 Jahren seien eine „sehr ernsthafte Erwägung“, sagte Mnuchin dem Fernsehsender Bloomberg TV. Näher äußerte sich Mnuchin nicht. Zurzeit beträgt die längste Laufzeit amerikanischer Staatsanleihen 30 Jahre.

Der Kurs des chinesischen Yuan ist auf dem niedrigsten Stand seit 2008. Am Donnerstagmorgen wurde für einen Dollar zeitweise 7,1736 Yuan gezahlt und damit so viel wie seit 2008 nicht mehr. Seit mittlerweile elf Handelstagen ist Chinas Währung auf Talfahrt. Anfang August hatte der Dollarkurs die Marke von sieben Yuan geknackt. Diese Marke galt unter Experten lange Zeit als „rote Linie“, die die chinesische Notenbank nicht überschreiten werde.

Optimistischere Töne im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie Aussichten auf ein Ende der Regierungskrise in Italien haben dem deutschen Aktienmarkt am Donnerstag frischen Schwung gegeben. Der Dax schloss mit einem Plus von 1,18 Prozent bei 11 838,88 Punkten. Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, stieg um 1,14 Prozent auf 25 390,10 Zähler.

Aus Branchensicht standen am Donnerstag Bankenwerte im Anlegerfokus. Spekulationen über neue Gespräche über eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank machten die Runde. Im April waren Fusionsgespräche zwischen den Instituten geplatzt. Aktien der Deutschen Bank endeten mit einem Gewinn von 1,4 Prozent, Commerzbank stiegen um 3,1 Prozent.

Um 2,0 Prozent aufwärts ging es für die BASF-Aktien, nachdem sich die Spekulationen um einen Verkauf des Pigmentgeschäfts nach Japan bestätigten. Papiere von Covestro gewannen 3,3 Prozent an Wert.

Einziger Verlierer im Dax waren die Aktien des Wohnimmobilienkonzerns Vonovia mit minus 1,8 Prozent. An ihrem ersten Tag im M-Dax stiegen die Papiere von Cancom um 3,1 Prozent und nahmen wieder Kurs auf ihr Rekordhoch von 55,40 Euro.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,70 Prozent am Vortag auf minus 0,69 Prozent. Punkte.

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