Lehrlinge: Schlechte Noten für Ausbildung

von Redaktion

Berlin – Die Zufriedenheit der deutschen Auszubildenden mit ihrer Lehrstelle ist auf einen Tiefstwert gesunken. Im Ausbildungsreport, den der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) seit 13 Jahren veröffentlicht, sind erstmals weniger als 70 Prozent der Befragten mit ihrer Ausbildung „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Vor zehn Jahren seien es noch 75,5 Prozent gewesen, sagte die DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte am Donnerstag in Berlin.

Für ihre Studie hatte die Gewerkschaft mehr als 16 000 Lehrlinge aus den 25 am häufigsten gewählten Ausbildungsberufen befragt. Mehr als ein Drittel von ihnen klagte über regelmäßig anfallende Überstunden. Fast jeder achte Jugendliche unter 18 Jahren muss sogar verbotenerweise mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten – vor einem Jahr war es nur jeder zehnte.

Zudem werden nach eigener Einschätzung lediglich 54 Prozent der Jugendlichen gezielt darauf vorbereitet, im Berufsalltag digitale Technologien zu nutzen. Dabei geben rund 80 Prozent der Befragten an, dass Digitalisierung und Automatisierung in ihrer Ausbildung grundsätzlich wichtig oder sehr wichtig seien.“

Berufsschulen und Betriebe müssen gleichermaßen besser werden“, erklärte der DGB. Die Mittel aus dem Digitalpakt von Bund und Ländern müssten auch an den beruflichen Schulen ankommen.  dpa

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