Bad Zwischenahn – Die Rügenwalder Mühle hat zum September das Ende ihrer Currywurst aus Fleisch besiegelt. Der Wursthersteller brauche mehr Platz für seine vegetarischen Produkte, sagt Firmenchef Godo Röben. Mehr noch: Die Fleisch- und Wurstbranche habe es in den vergangenen Jahren übertrieben, Tierwohl und Klimaschutz seien auf der Strecke geblieben, sagt der 50-Jährige. „Es ist jetzt an der Zeit, mal 50 Prozent weniger Tiere zu essen.“ Bemerkenswerte Töne für einen der bekanntesten Fleischverarbeiter des Landes.
Doch das Unternehmen setzt seit fünf Jahren konsequent auf vegetarische und vegane Produkte, die mittlerweile an die 40 Prozent des Umsatzes ausmachen.
Die Veggie-Produkte kommen dabei nicht einfach zusätzlich ins Sortiment. Die Fleischverarbeitung sei in den vergangenen vier Jahren um durchschnittlich drei Prozent zurückgegangen.