Trotz der Niedrigzinsen ist die Zahl der Privatiers in Deutschland stark gestiegen. 2018 finanzierten 627 000 Menschen ihren Lebensunterhalt überwiegend aus eigenem Vermögen, wie eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes für das „Handelsblatt“ ergab. Im Jahr 2000 gab es rund 372 000 Privatiers, 2010 rund 415 000. Als Privatier gilt, wer von seinen Ersparnissen, Zinsen oder Mieteinkünften lebt. 6000 der Privatiers in Deutschland waren 2018 unter 18 Jahre alt.
Beim Zulieferer Schaeffler sind angesichts der Flaute in der Autobranche hunderte Mitarbeiter in Kurzarbeit gegangen. Mit September-Beginn haben etwa 250 von rund 500 Mitarbeitern im Sondermaschinenbau am Standort Frauenaurach (Erlangen) ihre Arbeitszeit reduziert. Im Schnitt gehe es um eine Senkung von 25 Prozent, teilte das Unternehmen gestern mit. Der Schritt gelte „bis auf Weiteres“ Schaeffler hatte schon im März einen Krisenplan vorgestellt, der Kurzarbeit sowie zusätzliche Schließtage an Brückentagen vorsieht. Außerdem sollen 700 Stellen in Deutschland abgebaut werden. Der Konzern beschäftigt weltweit mehr als 90 000 Mitarbeiter.
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing steckt bis Ende 2022 monatlich 15 Prozent seines Einkommens in Aktien des Dax-Konzerns. Die Käufe erfolgen jeweils am 22. des Monates bzw. am darauffolgenden Börsenhandelstag, wie aus einer am Montag verbreiteten Pflichtmitteilung für die Börse hervorgeht. Über die Laufzeit von 40 Monaten ergibt sich ein Gesamteinsatz von etwa 850 000 Euro. Sewing will damit signalisieren, dass er voll hinter dem Radikalumbau des größten deutschen Geldhauses steht.
Der Dax ist ruhig in den neuen Monat gestartet: Der deutsche Leitindex hielt sich über weite Strecken moderat im Plus und stand zuletzt geringfügig höher (plus 0,13 Prozent) bei 11 954 Punkten. Gute Nachrichten kamen aus China. Dort gab es einen Hoffnungsschimmer für die zuletzt schwache Industrieproduktion – zumindest für die kleineren und mittleren Unternehmen. Der vom Wirtschaftsmagazin „Caixin“ ermittelte Einkaufsmanagerindex stieg im August überraschend. Derweil waren am Sonntag in den beiden größten Volkswirtschaften USA und China wie angekündigt neue Strafzölle in Kraft getreten. Im Dax blieben die Aktien der Deutschen Börse gefragt. Zuletzt stand ein Plus von rund 2,65 Prozent zu Buche, nachdem sie zuvor ein Rekordhoch erreicht hatten. Ihre Position als zweitbester Dax-Wert des laufenden Jahres festigten die Papiere von RWE, die um 3,82 Prozent anzogen. dpa