München – Im Prozess um Betrug bei der Insolvenz der Reformhauskette Vitalia vor zehn Jahren kann der angeklagte frühere Geschäftsführer auf eine milde Strafe hoffen. Das Landgericht München II stellte dem Mann beim Prozessauftakt einen Deal in Aussicht. Die Kammer bot ihm eine Strafe von nicht mehr als einem Jahr und zwei Monaten an. Eine Bedingung dafür: ein Geständnis. Das legte der Angeklagte dann über seine Anwältin ab, nachdem das Gericht zuvor erklärt hatte, den Anklage-Vorwurf der Insolvenzverschleppung nicht weiter zu verfolgen. „Als mein Mandant begann, sich zu engagieren, hatte er die Vorstellung, dass das Unternehmen fortgeführt werden kann“, sagte sie zu seiner Verteidigung. Das Urteil soll am Montag verkündet werden. dpa