Der russische Energiekonzern Gazprom darf auf einer Leitung quer durch Ostdeutschland nicht mehr so viel Gas transportieren wie bisher. Wie die Bundesnetzagentur als zuständige Regulierungsbehörde mitteilte, beschloss sie Aufsichtsmaßnahmen gegen die Betreiberfirma Opal Gastransport und gegen Gazprom. Bisher darf Gazprom 80 Prozent der Leitungskapazitäten nutzen, muss einen Teil davon aber am Markt verkaufen. Künftig dürfen die Russen nur noch 40 Prozent nutzen, dies aber komplett in eigener Regie.
Die Finanzminister der 19 Staaten mit Euro-Währung sind sich noch nicht einig darüber, wie das lange umstrittene Eurozonen-Budget finanziert werden soll. „Das bleibt ein schwieriges Thema“, sagte der Vorsitzende der Eurogruppe, Mario Centeno, am Freitag nach einem informellen Treffen der Finanzminister. „Während einige im Moment nur die eigenen Ressourcen des EU-Haushalts nutzen wollen, betonen viele andere die Bedeutung zusätzlicher Einnahmen durch ein zwischenstaatliches Regierungsabkommen.“
Die Börse in London hat das Übernahmeangebot des Hongkonger Handelsplatzes offiziell abgelehnt. Der Aufsichtsrat der London Stock Exchange (LSE) habe „einstimmig“ beschlossen, den angebotenen Kauf in Höhe von knapp 32 Milliarden Pfund (rund 36 Milliarden Euro) wegen „fundamentaler Probleme“ zurückzuweisen, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Der Versicherungs- und Dienstleistungskonzern ADAC SE hat im vergangenen Jahr Steuern gespart und so mehr Gewinn gemacht. Im Kerngeschäft lief es etwas schlechter. Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Umsatz um 2 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro. Der Grund: Der ADAC e.V. hatte mit der Aktiengesellschaft für die Mitglieder-Schutzbriefe einen neuen Gruppenversicherungsvertrag geschlossen und die Versicherungsbeiträge gesenkt.
Erstmals seit zehn Jahren hat das Haushaltsloch in den USA wieder die Marke von einer Billion Dollar überschritten. In den Monaten von Oktober 2018 bis Ende August 2019 stieg das Staatsdefizit auf mehr als eine Billion Dollar (907 Milliarden Euro), wie das Finanzministerium mitteilte. Es war demnach 19 Prozent größer als das Haushaltsloch im Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen im aktuellen Haushaltsjahr, das am 30. September endet, stiegen um drei Prozent auf mehr als drei Billionen Dollar. Die Ausgaben wuchsen aber um sieben Prozent und überstiegen 4,15 Billionen Dollar.