Azubis in Bayern haben die Wahl

von Redaktion

Berufliche Bildung soll attraktiver werden

München/Gütersloh – Die Zahl der Ausbildungsanfänger ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen, dennoch finden Ausbildungsbetriebe und Jugendliche häufig nicht zueinander. Vor allem Bayerns Industriebetriebe und Handwerksmeister suchen einer Erhebung der Bertelsmann Stiftung zufolge händeringend nach Auszubildenden. „In keinem Bundesland gibt es so viele unbesetzte Ausbildungsstellen wie in Bayern“, heißt es im Ländermonitor berufliche Bildung, den die Stiftung zusammen mit der Universität Göttingen und dem Soziologischen Forschungsinstitut in Göttingen für alle 16 Bundesländern vorlegte.

Zwischen 2009 und 2018 habe sich die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen im Freistaat von 4803 auf 16 236 erhöht. Die Staatsregierung in München erklärte, es gebe bereits geeignete Initiativen, die Berufsausbildung stärker in den Fokus zu rücken. „Die berufliche Bildung in Bayern ist ein Türöffner für eine erfolgreiche Zukunft“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Eine gemeinsame Initiative von Regierung, Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern setze auf mehr Betriebspraktika, auch für Abiturienten und Realschüler.

Nach vorläufigen Zahlen hatten Ausbildungsbetriebe in ganz Deutschland für das gerade begonnene Ausbildungsjahr 556 000 Lehrstellen angeboten – nur 497 000 junge Leute waren aber auf der Suche.  dpa

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