Fed greift erneut ein

von Redaktion

Notenbank senkt Leitzins um 0,25 Prozent

Washington – Die US-Notenbank Fed hat wegen schwächerem globalen Wachstum, Warnsignalen aus der US-Wirtschaft und der von Handelskonflikten ausgelösten Unsicherheit ihren Leitzins gesenkt. Angesichts zunehmender Risiken werde der niedrigere Zins das weitere Wachstum stärken, sagte Notenbankchef Jerome Powell am Mittwoch in Washington. Die Notenbank senkte den Leitzins zum zweiten Mal in Folge um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent. Der Schritt war von den Finanzmärkten weithin erwartet worden.

„Eine Schwäche des globalen Wachstums und die Unsicherheit der Handelspolitik haben die Wirtschaft belastet und stellen weiterhin ein Risiko dar“, sagte Powell zur Begründung. Die Zentralbank will mit ihrem Einschreiten einen Konjunktureinbruch verhindern. „Wenn man am Horizont ein herannahendes Problem sieht, hält man sich davon fern, wenn möglich“, sagte Powell. „Es ist besser den Kurs pro-aktiv zu ändern“, sagte er.

Die Zentralbank geht von einer weiter „moderat“ wachsenden US-Wirtschaft aus, Exporte und Investitionen seien jedoch zuletzt zurückgegangen, erklärte die Fed. Powell verwies vor Journalisten zudem mehrfach auf die Risiken der von Präsident Donald Trump angezettelten Handelskonflikte.

Trump warf der Notenbank nur Minuten nach der Senkung erneutes Versagen vor. Powell und die übrigen Zentralbanker trauten sich nicht zu handeln und hätten keinen langfristigen Plan: „Jay Powell und die Federal Reserve haben wieder versagt.“ Trump plädiert seit Monaten für drastische Zinssenkungen. Zuletzt forderte er den Leitzins auf „Null oder weniger“ zu senken.

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