Die rund 12 000 Beschäftigten der Postbank erhalten mehr Geld und sind bis ins Jahr 2023 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Die Tochter der Deutschen Bank und die Gewerkschaft Verdi haben sich in der Nacht auf Donnerstag auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt, der Gehaltssteigerungen von 3 Prozent ab November 2019 und um weitere 1,75 Prozent ab Januar 2021 vorsieht. Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen wurde um zwei Jahre verlängert, er gilt nun bis zum 30. Juni 2023. Die Beschäftigten können nach Angaben der Gewerkschaft wählen, ob die Gehaltserhöhungen ausgezahlt oder in Freizeit umgewandelt werden sollen.
Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw hat im September deutlich mehr Autos ausgeliefert. Hauptgrund dafür ist allerdings ein schwacher Vergleichswert aus dem Vorjahr. So lieferte Volkswagen im vergangenen Monat 533 700 VW-Modelle an die Kunden aus – und damit 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Konzern bekannt gab. Im September vor einem Jahr war der neue Abgas- und Verbrauchsprüfstandard WLTP gültig geworden. Das traf die Marke VW massiv, weil der Autobauer viele Modelle noch nicht nach den neuen Vorgaben zertifiziert hatte und sie deswegen nicht verkaufen konnte. So stiegen die Auslieferungen im September in Deutschland um knapp 74 Prozent und in Europa um gut 45 Prozent.
Amazon geht verstärkt gegen gekaufte und erfundene Produktbewertungen vor. Der US-Onlinehändler habe 2018 weltweit „mehr als 13 Millionen Versuche unterbunden, eine unechte Bewertung abzugeben“, zitierte die „Wirtschaftswoche“ einen Amazon-Sprecher, „und wir haben Sanktionen gegen mehr als fünf Millionen Täter ergriffen, die versuchten, Bewertungen zu manipulieren“. Im vergangenen Jahr seien mehr als 400 Millionen Dollar investiert worden, „um Kunden vor Rezensionsmissbrauch, Betrug und anderem Fehlverhalten zu schützen“. Laut „Wirtschaftswoche“ soll damit noch in diesem Herbst eine EU-Richtlinie für Kundenbewertungen in Kraft treten.
Sportwagenbauer Porsche will langfristig ins Geschäft mit Elektro-Fluggeräten einsteigen und tut sich dafür mit dem US-Flugzeughersteller Boeing zusammen. Gemeinsam wollen die beiden Konzerne unter anderem einen elektrischen Senkrechtstarter für den Einsatz in Städten entwickeln und testen, wie sie am Donnerstag mitteilten. Dazu sei eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet worden. „Wir bringen die Stärken zweier weltweit führender Unternehmen zusammen, um ein potenziell wichtiges Marktsegment der Zukunft anzugehen“, wurde Porsche-Vertriebsvorstand Detlev von Platen zitiert.