Der designierte neue Chef des Konsumgüterherstellers Henkel (Persil, Schwarzkopf, Fa), Carsten Knobel, steht von Anfang an unter Druck. Zuletzt liefen die Geschäfte nicht mehr so rund wie früher. Die Börse reagierte am Freitag auch deshalb skeptisch auf die Ernennung des bisherigen Finanzvorstandes zum Nachfolger des zum Jahresende ausscheidenden Henkel-Chefs Hans Van Bylen. Der Führungswechsel kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Henkel für die Aktionäre viel von seinem früheren Glanz eingebüßt hat. Kletterte die Aktie im Juni 2017 auf ein Rekordhoch von fast 130 Euro, ging es danach stetig bergab. Und einige Analysten machen den designierten neuen Chef mitverantwortlich für diese Entwicklung.
Volkswagen will dem Rivalen BMW einen weiteren Manager ausspannen. Der Einkaufschef des bayerischen Autobauers für Nordamerika, Murat Aksel, soll laut einem Bericht des „Manager-Magazins“ im Sommer 2020 Beschaffungsvorstand der Kernmarke VW Pkw werden. Die Wolfsburger bestätigten grundsätzlich, dass ein Wechsel Aksels zu ihnen geplant sei.
Tesla hat General Motors (GM) als wertvollsten US-Autobauer an der Börse überholt. Die Aktien der E-Auto-Firma gingen – angetrieben von besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen – mit einem Kursplus von knapp 18 Prozent aus dem US-Handel. Das katapultierte Teslas Börsenwert auf 53,7 Milliarden Dollar. GM brachte es zuletzt auf 51,1 Milliarden Dollar.
Die bayerische Auto- und Zulieferindustrie ist auf Talfahrt. „Unsere Schlüsselbranche hat von Januar bis August 2020 insgesamt 18,2 Prozent weniger produziert als im Vorjahreszeitraum“, sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft. Der Export von Autos, Lastwagen, Motoren und Bauteilen sei um 8,4 Prozent eingebrochen. „Die bayerische Metall- und Elektroindustrie befindet sich in einer Rezession“, sagte Brossardt.