BÖRSE

Dax baut seine Gewinne aus

von Redaktion

Nach Jahren soliden Wachstums steuert Europas Wirtschaft nach Einschätzung der EU-Kommission auf eine Schwächeperiode zu. Die Behörde korrigierte ihre Wachstumsprognose für die 19 Staaten des gemeinsamen Währungsgebiets erneut nach unten. Es könnten schwierigere Zeiten anbrechen, sagte EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis. Für das laufende Jahr erwartet die EU-Kommission in der Eurozone nun einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,1 Prozent, 2020 ein Wachstum von 1,2 Prozent. Im Sommer war sie noch von 1,2 beziehungsweise 1,4 Prozent ausgegangen.

Der Agrarhandelskonzern BayWa AG sieht sich auf bestem Weg zu einem deutlichen Gewinnzuwachs in diesem Jahr. Einer der wesentlichen Träger dabei werde das Projektgeschäft mit Solar- und Windenergieanlagen und der Handel mit Solarmodulen sein, sagte Vorstandschef Klaus Josef Lutz. Der überwiegende Teil der Verkäufe sei im Schlussquartal geplant. Von Januar bis September stieg der Konzernumsatz um 2 Prozent auf 12,47 Milliarden Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern verdreifachte sich fast auf 77 Millionen Euro.

Nach monatelanger Unsicherheit ist die Zukunft des größten deutschen Produktionsstandorts von Bosch in Bamberg geklärt. Die Beschäftigten des Autozulieferers reduzieren für die kommenden sechs Jahre ihre Arbeitszeit und müssen auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Im Gegenzug schließt das Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen bis ins Jahr 2026 aus und investiert in eine Neuausrichtung des Werks, das komplett am Verbrennungsmotor hängt.

Die Aussicht auf einen Etappenerfolg im Handelskonflikt hat den Dax gestern zeitweise über 13 300 Punkte getrieben. Im Fokus standen außerdem zahlreiche deutsche Konzerne mit Quartalsberichten. Der deutsche Leitindex baute seine Gewinne weiter aus und schloss letztlich mit plus 0,83 Prozent auf 13 289,46 Punkten.

Die Lufthansa-Aktien führten mit plus 6,8 Prozent die Gewinner im Leitindex an. Quartalszahlen fielen besser als befürchtet aus.

Siemens wurde von Analysten ein „fantastisches viertes Geschäftsquartal“ bescheinigt. Die Titel gewannen 4,9 Prozent, womit sie den höchsten Stand seit Sommer 2018 erreichten.

Die Anteile von HeidelbergCement und Deutsche Telekom zählten mit minus 4,5 Prozent beziehungsweise minus 2,0 Prozent zu den schwächsten Dax-Werten.

Im MDax zogen der Chiphersteller Dialog mit plus 7,4 Prozent und Freenet mit plus 3,3 Prozent nach Quartalsberichten deutlich an.

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